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- Published: Monday, 26 October 2026 12:30
Das Beste aus 40 Jahren Jiu Jitsu
In den 1980er Jahren erlebte Deutschland einen Kampfsport-Boom. Neben den bekannten Künsten wie Judo und Karate interessierten sich immer mehr Menschen auch für Kung Fu, Aikido sowie Kali bzw. Eskrima. Auch die traditionell-japanische Selbstverteidigungskunst Jiu Jitsu stand hoch im Kurs und die Vereine konnten zu dieser Zeit nie wieder erreichte Neuzuwächse verzeichnen. Einer dieser Neulinge war unser Trainer Benedikt Meinhardt. Nachdem er als Kind bereits Judo kennengelernt hatte, startete er im Alter von 16 Jahren mit Jiu Jitsu – der Kunst des weichen Nachgebens. Die meisten, die in dieser Zeit als Teenager mit einer Kampfkunst anfingen, verloren in den ersten Jahren die Lust daran, anderen fehlte die Zeit. Einige brachten es vielleicht bis zum Meister – hörten dann aber aus irgendwelchen Gründen doch wieder auf. Familie, Job, gesundheitliche Einschränkungen und vieles mehr. So hielten nur wenige bis heute durch.
Heute – nach vierzig Jahren Jiu Jitsu – stand unser Trainer Benedikt vor den Teilnehmern seines Jubiläumslehrganges: „Das Beste aus 40 Jahren Jiu Jitsu“.
Mehrere Wochen hatte er sich auf diesen Lehrgang vorbereitet. Was sollte er zu diesem Thema zeigen? Was war „Das Beste aus 40 Jahren“? Doch dann fing er einfach an. Es ging ja nicht um Jiu Jitsu damals und heute – auch wenn die Zeit in der Kampfkunstszene nicht stehengeblieben war. Nein, es ging um SEIN Jiu Jitsu. 40 Jahre Training, verschiedenste Trainer, Besuche bei anderen Vereinen und anderen Kampfkünsten und die unterschiedlichsten Arten, Wissen zu vermitteln.
Aber bei einem solchen Lehrgang sollten natürlich interessante Techniken und neue Bewegungen gezeigt werden. Da Benedikt seine gesamte Budo-Zeit auch mit dem Studium dem Jiu Jitsu verwandter Kampfkünste verbracht hatte, konnte er ein paar Varianten eigentlich bekannter Techniken zeigen, die selbst einigen der anwesenden Jiu Jitsu-Meistern unbekannt waren. Viele Bewegungen bauten auf die vorangegangenen auf – so ging es im zügigen Tempo von einer zur nächsten Übung. Keinem der Anwesenden blieb Gelegenheit, auf die Uhrzeit zu achten, und so waren einige sehr verwundert, als plötzlich Lehrgangsmitte und damit eine kleine Pause war.
Da viele Teilnehmer aus verschiedensten Vereinen NRWs kamen, blieb hier etwas Zeit, sich auszutauschen und die Neuigkeiten aus den Nachbarvereinen zu erfahren. Doch dann ging es auch schon weiter. Wieder andere Bewegungen, wieder volle Konzentration – noch einmal sich auf Neues einlassen. Verabschiedet wurde Benedikt mit einem kräftigen Applaus, dem ein gemeinsames Essengehen mit ein paar seiner Vereinskameraden folgte.
40 Jahre Jiu Jitsu – 40 Jahre Sport, Selbstverteidigung und Freunde finden. Auf die Frage, was für ihn das Beste aus 40 Jahren ist, antwortete Benedikt ohne zu zögern: “Mensch, das seid doch Ihr! Dass ich Euch alle kennenlernen durfte – das ist für mich das Beste!“

Danke Bene, Deine Nippons
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