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- Published: Friday, 09 October 2026 00:00
Man kann gar nicht oft genug „Danke“ sagen
Jörg und Lukas machen gerade eine Jiu Jitsu-Technik vor, Robert schlichtet am Mattenrand einen kleinen Streit zwischen zwei Jungs, Corinna betreut vier von den jüngsten Nippons bei der Vorbereitung für die erste Gürtelprüfung und Laura hilft einem Kind beim richtigen Binden des Gürtels. „Es gibt Abende,“ stöhnt Jörg nach der Stunde, „da sind selbst 5 Trainer auf der Matte zu wenig.“ Na ja – zu dem Jammern gehört hier auch ein Augenzwinkern, denn er macht das ja gerne. Sie alle stehen mit viel Herzblut vor den Kids zwischen sieben – manchmal sogar sechs - und vierzehn Jahren auf der Matte.
Eines ist Jörg ganz wichtig: Auch wenn er die Leitung des Kindertrainings innehat und die höchste Graduierung trägt – die fünf Jugendtrainer sind ein Team, in dem jeder seinen Beitrag leistet und auch zu leisten hat. Alle kommen nach dem Job zum Training und manchmal ist das echt schwer – „…da würde jeder von uns auch hin und wieder mal lieber auf der Couch sitzen…“, aber dann ist halt Training. „Kein Getriebe läuft rund, wenn man ein Zahnrad entfernt.“
Warum sie das machen? „Ich habe in meiner eigenen Kindheit gute Erfahrung mit Jugendbetreuern gemacht – sie waren da, als ich sie brauchte,“ erklärt Robert und Jörg fügt hinzu: „Viel von meinem Verhalten verdanke ich meinem Trainer, als ich klein war. Klar, das waren andere Zeiten und das Training war – sagen wir mal - rustikaler. Aber mein Trainer war für mich eine wichtige Person in meiner kleinen Welt.“ Wenn die beiden zurückschauen, kommen sie auch schon mal ins Schwärmen.
Heute hilft das gesamte Team anderen Kids auf den ersten Metern des Budo-Weges. Da gibt es mal Techniken, aus denen später Selbstverteidigung werden wird, mal Grundtechniken wie Haltegriffe oder Würfe und mal auch spielerisch verpackte Übungen zur Grundsportlichkeit. „Ich bin erschrocken,“ erklärt Jörg, „wie wenig so manche Kinder an einfachen Bewegungen können. Vielleicht sitzen viele Kids heute einfach nur drinnen herum, anstatt draußen zu toben…“ Auch das können sie hier bedingt nachholen, denn eben haben Jörg und Robert eine große Weichbodenmatte hochkant hingestellt. Eine zweite liegt dahinter. Die kräftigen Trainer halten die senkrecht stehende Matte fest und die Kids rennen eines nach dem anderen darauf zu und versuchen daran hochzuklettern und sich auf der anderen Seite fallen zu lassen. Die anderen Trainer helfen ihnen beim Hochklettern – und die Kids haben definitiv Spaß.
Dann ist das Training vorbei – über zwanzig Kinder knien still nebeneinander und warten auf das Kommando zum Verbeugen. „Disziplin gehört bei uns halt auch dazu,“ lacht Jörg und ist schon wieder mit einem Kind beschäftigt, dass sich persönlich bei ihm verabschieden möchte.

Als Vereinsvorsitzender bin ich mir da ganz sicher – man kann sich bei den Jugendtrainern nicht oft genug bedanken! Und vielleicht steht eines Tages einer oder eine von diesen Kids vor einer eigenen Gruppe Kinder, weil diese Jugendbetreuer ihnen so gute Erinnerungen geschenkt haben.
Und nochmal: DANKE!!!

